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Kappadokien,
eingebettet in die Weiten des zentralanatolischen Hochlandes, bietet
dem Wanderer und Kulturfreund eine Fülle großartiger Landschafts- und
Kulturerlebnisse. Vor ca. 65 Millionen Jahren schlug die
Geburtsstunde Kappadokiens, als infolge der Kontinentalverschiebungen
die eurasische mit der afrikanischen Scholle aufeinander trafen.
Während sich in Europa die Alpen auffalteten, hob sich in Kleinasien
das Taurusgebirge aus dem Mittelmeer. Als Folge heftiger Eruptionen
einer ganzen Kette, heute erloschener Vulkane wie des Erciyes Dag (3916
m) und des Hasan Dag (3268 m), überlagerten sich in Millionen Jahren
verschiedene Schichten vulkanischen Materials aus Tuff, Lava und
Aschen, verfestigten sich und bildeten ein weitflächiges Felsplateau -
die Zentralanatolische Hochebene. Dann kehrte wieder Ruhe ein. Die Erde
hörte auf zu rumoren, die Vulkane erloschen. Im Laufe der folgenden
Jahrtausende fräste die große Künstlerin Natur aus den weicheren
vulkanischen Ablagerungen mit Hilfe von Wind und Wasser, durch die
Kräfte der Erosion, Oberflächenformen von unglaublicher Vielfalt, die
oft schon ins märchenhafte reichen. Überall dort, wo härterer Basalt
über dem weichen Tuff zu liegen kam, entstanden die bizarrsten Formen.
Im „Weißen Tal“ und im „Rosental“ fühlt man sich z.T. in eine
Mondlandschaft versetzt. Ganze Wälder surrealistisch anmutender
Felsnadeln und Riesenspargel, mit einer Gesteinsplatte als „Hütchen“
auf der Spitze und konisch geformte Felsendome bilden einen
verwunschenen Landschaftsgarten mit einer Ansammlung von natürlichen
Skulpturen, an denen man die Handschrift Giacomettis oder Mirós zu
erkennen vermeint. Im Güvercinlik Vadisi (Taubental) dagegen dominieren
sanfte Formen, die an Tortenguss und Sahnehäubchen erinnern.
„Säbeltal“, „Rosental“ und „Feenkamine“ sind einige Versuche, die
atemberaubenden Felsformationen zu benennen, an deren Beschreibung
sogar die blumige türkische Sprache scheitert, die um ein treffendes
Bild ansonsten nicht verlegen ist und beispielsweise für einen leckeren
Nachtisch den schönen Namen „imam bayildi“ - „der Imam ist in Ohnmacht
gefallen“ - hervorgebracht hat.
Kappadokien ist jedoch nicht nur berühmt wegen seiner Naturwunder.
Bedingt durch seine einzigartige Topographie und Dank der Fruchtbarkeit
seiner vulkanischen Böden wurde es schon vor Jahrtausenden ein sehr
frühes Siedlungsgebiet der Menschheit.
Bereits die ersten Bewohner Kappadokiens entdeckten sehr rasch, wie
weich und einfach zu bearbeiten vulkanischer Tuff ist und welch
hervorragende klimatische Vorzüge eine Höhlenbehausung bietet. Ganze
Ortschaften und „Städte“ wurden aus den Hängen und dem Untergrund
heraus gearbeitet. Manche Felsen sind heute von mehrstöckigen,
verzweigten Wohnungen, Ställen und Taubenschlägen derart durchlöchert,
dass sie aussehen wie ein Stück Schweizer Käse.
Kappadokien war einst eine Hochburg des frühen Christentums. Hier
entwickelte sich aus dem von „Askese“ geprägten Mönchtum, wie es in den
„Wüstenklöstern“ Syriens und Ägyptens praktiziert wurde, das soziale,
der Gesellschaft zugewandte Klosterwesen. Als der Stern von Byzanz zu
sinken begann und die Zeiten politisch instabiler wurden, zogen sich
die christlichen Gemeinden immer mehr in abgelegene Täler zurück. Vor
allem im 10. und 11. Jahrhundert entstanden an den entlegensten Orten,
von außen manchmal nur an einer unscheinbaren Tür erkennbar,
wunderschöne Basiliken in den Felsen. Dabei wurde die byzantinische
Kirchenarchitektur quasi als Negativform aus dem Tuffstein gegraben und
fast immer flächendeckend mit Fresken ausgeschmückt.
Nach vorsichtigen Schätzungen wurden rund 400 überwiegend byzantinische
Felsenkirchen und Klöster des 5.-14. Jh. in die abenteuerlichen
Felsformationen der kappadokischen Landschaft gehauen und zahlreiche
Höhlen und unterirdische Städte wurden bisher entdeckt. In Teilen wurde
diese eindrucksvolle Region bereits von der UNESCO als Weltkulturerbe
unter Schutz gestellt.
Im Rahmen dieser besonderen Wanderreise nehmen wir uns Zeit für die
Kultur- und Naturwunder Kappadokiens mit ihrem reichen vulkanischen
Formenschatz. Abseits des Freilichtmuseums von Göreme wandern wir fast
allein durch wunderschöne, immer wieder neue und überraschende
Eindrücke und Farbspiele bietende Täler und Felslandschaften. Dabei
werden wir verborgene Kapellen und Kirchen mit uralten, z.T. recht gut
erhaltenen Fresken erkunden, die abseits der touristischen Pfade liegen.

1. Tag:
Flug Deutschland - Ankara gegen Mittag. Transfer entlang des Tuz Gölü
(Salzsee) und durch Steppenlandschaft ins Hochland zum Hotel in
Güzelyourt. (2 Hotelübernachtungen). Im Gegensatz zu manchen
Billigprogrammen anderer Veranstalter mit Charterflügen via Antalya
sind Sie mit TRH und den von uns angebotenen Linienflügen schon am
ersten Abend in Ihrem Wanderhotel. Anstatt nach 11 bis 12 Stunden Fahrt
bei An- und Abreise mit anderen Veranstaltern gewinnen Sie mit unserem
TRH-Reiseverlauf am zweiten und siebten Tag zwei kostbare Urlaubs- und
Wandertage!
2. Tag:
Fahrt nach Ilhara. Ca. 4stündige Wanderung durch den Ilhara-Canyon,
einer tief eingeschnittenen Schlucht mit reichhaltiger Vegetation und
vielen Ruinen und Höhlenkirchen der byzantinischen Epoche wie der Kokar
Kilise (wohlriechende Kirche), der Agalcalti Kilise (Kirche unter dem
Baum), Yilanli Kilise (Schlangenkirche) und Kirkdamalti Kilise (St.
Georgkirche).
3. Tag:
Fahrt zum Nar Gölü (Granatapfelsee - Kratersee). Vulkane wie dieser
spuckten vor Millionen Jahren die Aschemassen in den anatolischen
Himmel, aus denen sich später die bizarren Tufflandschaften
Kappadokiens herausbildeten. Eine 2stündige, herrliche
Panoramawanderung auf dem Rand der Caldera entlang erschließt uns die
besondere Geologie und den vulkanischen Formenschatz des Landes. Auf
dem Weg nach Göreme besteht die Möglichkeit in Derinkuyu eine der
rätselhaften Untergrundstädte zu besichtigen (fakultativ).
2-3stündige Nachmittagswanderung hinab durch das Ask Vadisi
(Liebestal). Dank der hohen Speicherfähigkeit des porösen Untergrundes
plätschert ein kleiner Bach durch verlassene und daher verwilderte und
„wildromantische“ kleine Felder und Obstgärten.
Die Felsformationen und sehr viel Grün machen den „besonderen Reiz“
dieses abgelegenen Tales und dieser Wanderung aus. Am späten Nachmittag
wird unser Hotel am Ortsrand von Göreme erreicht.
Göreme hieß in byzantinischer Zeit Matiana, dann Avcılar, bis er in den
1980er Jahren aus touristischen Gründen in Göreme, ursprünglich eine
Bezeichnung für das Gebiet der nahegelegenen Höhlenkirchen, umbenannt
wurde. (4 Hotelübernachtungen)
4. Tag:
2-3stündige Vormittagswanderung hinauf nach Uchisar. Der Weg führt
durch Wein- und Obstpflanzungen, eingebettet zwischen malerischen
Tuffkegeln, den „Feenkaminen“ des Akvadi (Weißes Tal). Anschließende
2stündige Wanderung durchs Güvercinlik Vadisi (Taubental) und
Besichtigung eines Taubenhauses. Tauben waren einst das „Huhn des
kleinen Mannes“ und versorgten früher die Besitzer der oft unter
abenteuerlichsten Bedingungen in die Felswände gegrabenen Taubenhäuser
mit Eiern, Fleisch und „Dung“ für die angrenzenden Felder.
5. Tag:
4stündige Wanderung durchs Güllüdere (Rosental) und das Kizilcukur
(Rotes Tal), das nochmals landschaftliche Höhepunkte und einige
interessante Höhlenkirchen vorzuweisen hat.
Nach Durchquerung des Dorfes Cavusin und Einkehr in einem Teehaus erreichen wir Pasabag (Mönchstal).
Nachmittag zur freien Verfügung bzw. es besteht die Möglichkeit das
Göreme Open Air Museum mit seinen einzigartigen Höhlenkirchen zu
besichtigen (fakultativ).
6. Tag:
Fahrt nach Mustafa Pascha und ca. 6stündige Rundwanderung das Monastir
Vadisi (Klostertal) hinab zum Stausee von Mustafa Pascha und zum
Ruinendorf Golgoli. Anschließend geht es weiter zum Dorf Ayrali mit
Stop in einem lokalen Teehaus. Durchs Tahtalital mit seinen
Taubenhäusern, Weinbergen und Obstbäumen geht es zurück zum
Ausgangspunkt unserer Wanderung.
7. Tag:
Vormittag zur freien Verfügung. Wie wäre es mit einem Ballonflug mit
KAPPADOKYA BALLOONS über die Märchenlandschaft Kappadokiens. Ein
wahrhaft „Himmlisches Vergnügen!“ (fakultativ). Nachmittags Rückfahrt
nach Ankara.
8. Tag: Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland.

Wanderungen von 4-6 Stunden über schmale Pfade und durch wegloses Terrain.

Linienflüge mit TÜRKISH AIRLINES ab/bis Frankfurt (Abflüge ab anderen
deutschen Flughäfen gegen Aufpreis möglich), Flughafen- und
Sicherheitssteuern in Deutschland, Fahrten mit Begleitbus,
Hotelübernachtungen mit HP, deutschsprachige TRH-Wanderreiseleitung.
Änderungen im Tourenverlauf vorbehalten. Nicht enthalten: Getränke und
Eintrittsgebühren

| Preise: |
TÜRKEI Wanderreise A
Kappadokien intensiv 580,- EUR ab/bis Ankara
890,- EUR ab/bis Frankfurt
Anschlussflüge ab München und Stuttgart + 60,- EUR, ab Düsseldorf und Köln + 60,- EUR, ab Hamburg und Berlin + 80,-EUR (Spartarif früh buchen!)
EZ-Zuschlag 120,- EUR
Kerosinzuschlag:
Infolge der Benzinpreis- entwicklung kann die exakte Höhe der
Kerosinzuschläge erst bei der Buchung genannt werden. Rechnen Sie mit
ca. 45,- EUR |
| Termine: |
TR-WRA12A 06.04.12 - 13.04.12 +++
TR-WRA12B 26.05.12 - 02.06.12 + TR-WRA12C 06.10.12 - 13.10.12 ++ TR-WRA12D 20.10.12 - 27.10.12++ TR-WRA12E 27.10.12 - 03.11.12 + Saisonzuschlag 40,- EUR ++ Saisonzuschlag 70,- EUR +++ Saisonzuschlag 110,- EUR |
| Teilnehmer |
6 - 15 Personen |
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